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May
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Mai (1), 2012 – On the road!!!

Es ist soweit! Wir können es selber noch gar nicht richtig glauben: wir haben am Dienstag, den 08.05.12 Las Vegas auf unbestimmte Zeit verlassen. Wann genau wir wieder kommen und was die Zukunft uns bringt, ist derzeit noch etwas ungewiß. Somit ist es ein ganz schön komisches Gefühl. Hier in Las Vegas haben wir uns die letzten 2,5 Jahre sehr zu Hause gefühlt und der Abschied fällt uns sehr schwer. Somit sieht uns nach ca. 1 Stunde Fahrt die Grenze von Nevada zu Arizona mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Auto an ihr vorbeifahren …

Die letzten Tage haben wir damit verbracht, unser ganzes Gepäck im Auto zu verstauen und von Vegas Abschied zu nehmen. Swen ist jetzt „Tetris-Weltmeister“ im Koffer-Kramen! Alles paßt auf den zentimetergenau ins Auto; aber wehe, wir packen morgens mal die Koffer anders oder die Schmutzwäsche nimmt mehr Platz weg als die gefaltete saubere. Das geht so nicht: es paßt keine Maus mehr ins Auto …! Wir hatten noch 2 super Übernachtungen im LVH (ehemals Las Vegas Hilton) Hotel & Casino in Las Vegas für je 33 USD pro Nacht. Als Locals (Einheimischer) hätten wir noch einmal 25% Rabatt darauf bekommen, aber das haben wir erst später erfahren. Den Rabatt konnten wir dann aber beim grandiosen Frühstücksbuffet nutzen sowie außerdem einen Gutschein über 10 USD für jeden Tag, an dem wir KEINE Putzfrau im Zimmer beanspruchen! Wie schön (für uns – nicht für die Putzfrauen)! Wir haben das schöne Zimmer und die Aussicht genossen, sowie den Pool, das Casino und die Nähe zum Strip. Wir sind noch einmal schön gemütlich den Strip rauf- und runter spaziert und haben uns noch einmal alles genau angesehen! In Las Vegas wird derzeit wieder so viel abgerissen und gebaut und geplant – wir sind uns sicher, wenn wir wiederkommen, sieht vieles schon wieder ganz anders aus!!!


Unsere erste Route ist uns wohl bekannt und von daher fahren wir auch ohne Stopp oder Umwege durch: es geht von Las Vegas nach Flagstaff. Die Route 66 liegt auf dem Weg, aber da lassen wir sie auch liegen. Den Schlenker von Kingman nach Seligman über die Route 66 mit dem Stopp an der „berühmten“ Tankstelle in Hackberry kennen wir mittlerweile gut genug. Wir sind wegen einem guten Frühstück und allerlei Erledigungen nämlich erst spät aus Vegas aufgebrochen und treffen erst wieder mit der Dunkelheit in Flagstaff ein (ca. 420 km).

Flagstaff-Sedona (ca. 180 km)


Auf unseren bisherigen Reisen hatten wir nie wirklich Zeit uns dieses wundervolle Örtchen einmal etwas genauer anzusehen. Nachdem wir bei angenehmen °27C ein wenig rechts und links an den Geschäften entlang geschlendert sind, genossen wir im „CanyonBreeze“ Restaurant ein Mittagessen mit herrlichem Ausblick auf die umgebenden roten Berge und einer tatsächlich wunderbar kühlen Brise!

Die „Weihnachtsgurke“ ein deutsch-amerikanisches Märchen
Als ich in einem kleinen Weihnachtsladen ein weiteres Ornament für unsere nun hoffentlich rapide wachsende Christbaum-Anhänger-Sammlung gekauft habe, bin ich an der Kasse glatt als Deutsche enttarnt worden. Daraufhin fragte mich die nette Verkäuferin, aus welcher Ecke Deutschlands ich denn komme und ob wir da auch ESSIGGURKEN an den Weihnachtsbaum hängen??? Mein Gesicht dazu könnt Ihr Euch vorstellen; ich war etwas verwirrt. Die Auflösung kam dann aber rasch. Auf dem Tresen gab es grüne Glas-Gurken für den Weihnachtsbaum zu kaufen mit einem kleinen Schildchen und folgender Beschreibung dazu: „Die berühmte Weihnachtsgurke – Eine Essiggurke als Dekoration für den Weihnachtsbaum zu benutzen, klingt zunächst merkwürdig, aber es ist eine alte deutsche Tradition. Beim Schmücken des Weihnachtsbaums wird die Essiggurke als Letztes versteckt zwischen die Zweige gehängt. Das erste Kind, dass am Weihnachtstag die Gurke findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk!“ Alles klar? ;-)

Offroad-Abenteuer
Natürlich wollte Swen die Gegend auch auf etwas touristisch unerschlosseneren Wegen erkunden und wir haben uns im lokalen Offroad-Store ein paar Tips und Karten besorgt (sehr nett und völlig kostenlos!). Am Mittwoch fuhren wir die „Schnebley Hill Road“, auf der wir rund 2500 Meilen Höhenunterschied machten und einen grandiosen Ausblick ins Tal von Sedona hatten!


Nachdem das so gut funktioniert hat, waren wir dann am Donnerstag etwas mutiger und sind eine etwas schwerere Strecke gefahren; nach Sedona West /Ruins Area. Der größte Teil der Route war Schotterpiste. Am Ende der Holperstrecke erwarteten uns dann die „Honanki Ruins“ – hier konnten wir uns wenigstens auf einem kleinen Rundweg zu den alten Indianerruinen etwas die Beine vertreten. Swen hat eine ganz süße kleine Eidechse gefunden und fotografiert – und siehe da, was darunter unter dem Stein liegt?! Sagt hallo zu „Jack – The Blacktail“. Diese Blacktail-Klapperschlange war den Rangern gut bekannt. Das haben wir herausgefunden, als wir an der kleinen Rangerstation danach gefragt haben, was das denn für eine Schlange sei?! Ach, das ist nur Jack, der liegt schon seit einiger Zeit da und scheint sich dort ganz wohl zu fühlen … J

Danach ging es auf den „Outlaw Trail“ – hhmm, schwierig war der nun wirklich nicht, wir brauchten noch nicht einmal unseren Allrad – stattdessen hätte aber eine große Heckenschere geholfen, denn der Weg wurde immer enger und dichter bewachsen. Bäume, Sträucher und Kakteen standen jeweils rechts und links super eng an dem Weg. Oft sind wir weniger als Schrittgeschwindigkeit gefahren und hörten rechts und links jeweils das Kratzen von Dornen auf unserem Lack. Das machte leider keinen Spaß! Daher haben wir den Weg schnellstmöglich wieder verlassen und hatten dann auch erst einmal die Nase voll.

Lieber noch einen kleinen Schlenker über die Berge und das niedliche alte Goldgräberstädtchen Jerome und später Prescott, um dann nach Phoenix zu fahren.


Die Gesamtstrecke von Flagstaff nach Phoenix /Scottsdale belief sich auf ca. 350 km. Ankunft wieder spät abends in Phoenix bei immer noch satten 31°C.

Viele liebe Grüße aus Phoenix!
Michaela und Swen

6 comments

  1. Gabi und Reiner says:

    Hallo Ihr Lieben,

    Danke für den ausführlichen Reisebericht und die wunderbaren Bilder.
    Wir können uns gut vorstellen wie schwer der vorläufige Abschied von Las Vegas war.
    Als wir das Bilde vom Allure sahen, hatten wir sogar einen wehmütigen
    Augenblick.

    Wir drücken Euch die Daumen und hoffen das alles klappt wie Ihr Euch das vorstellt.

    Liebe Grüße

    Reiner und Mama

    Reiner und Mama

  2. Swen says:

    Hey, Danke für den netten Eintrag hier !!! Aber nur kurz zur Info: Das Hochhaus auf dem Foto ist NICHT das Allure, sondern diese Wohnanlage nennt sich “Turnberry Towers”…. aber vielleicht wohnen wir ja nächstes Jahr dort. ;-)

    Das ist sehr schön (super Swimmingpool mit Wasserfall), da wären wir damals fast eingezogen, aber es gab nur noch eine Wohnung mit Möbeln drin, und die waren wirklich nicht sehr schön (sah aus wie 17. Jahrhundert :-). Deshalb haben wir uns dann für das Allure entschieden.

    So ich rufe innerhalb der nächsten Stunden mal bei Euch an.

    Liebe Grüsse und Alles Liebe zum Muttertag!
    Swen

  3. Harald und Elfriede says:

    Hallo ihr Zwei. Wir sind soben nach einem Kurztrip aus Juist gekommen. Wir wünschen Euch für Euer Vorhaben nur das Beste und viel Erfolg. Bleibt gesund und gute Reise.

    Harald und Elfriede

  4. Andrea Salehi says:

    Juhu!
    Ich verfolge genau was ihr tut:-) Schreibt fleißig weiter, wenn Zeit dazu ist. Es ist sehr spannend alles “mit zu erleben” :-)

    Liebe Grüße Andrea

  5. Nils says:

    mit den roten Bergen und der drohenden Luft ist ja wieder mal Spitze!
    Das mit der Eidechse und “Jack” auch natürlich :-)

    Alles Gute,

    Nils

  6. Nils says:

    Hmmm… das mit dem Hyperlink hat nicht geklappt. Meinte natürlich “Das Bild mit den roten Bergen…:

    http://www.alongmile.com/Updates/2012_MAY_008.jpg

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